Nicht gleich mit dem Anwalt drohen

Die Leistung ist der Vereinbarung gemäß erbracht, und nun bleibt die Vergütung aus. Es hat viel Mühe gekostet, vielleicht sogar zur Mobilisierung der letzten Reserven geführt, und Sie können aktuell nichts mehr tun. Forderungen drücken, die laufenden Rechnungen müssen bezahlt werden, und die Situation nimmt bedenkliche Formen an.

Was Sie in einer solch verzwickten Lage auf keinen Fall tun sollten, ist

  • in Panik geraten,
  • über ihr Ziel hinausschießen oder
  • ihre Lage noch verschlimmern.

Es könnte ja sein, dass der oder diejenige, von denen Sie nun etwas wollen, sich in einer ähnlichen Situation befindet wie Sie selbst. Seien Sie diplomatisch! Schreiben Sie eine freundliche Zahlungserinnerung oder rufen einfach einmal unverbindlich an und fallen nicht sofort mit der Tür ins Haus.

Hart in der Sache, verbindlich im Ton

Nicht gleich mit dem Anwalt drohenDenen Sie derart zu Leibe rücken möchten, wissen doch, was Sie begehren, vielleicht fällt es ihnen siedend heiß ein, sobald sie Ihren Namen hören. Hier gilt es, nicht gleich auf Konfrontation zu setzen, sondern zunächst Pluspunkte zu sammeln. Das könnte sogar unmittelbar zum nächsten Auftrag führen. Erwecken Sie nicht den Eindruck, als wären Sie verzweifelt, aber machen Sie den Ernst des Anlasses unmissverständlich klar.

Bevor sich die Gedanken überstürzen und man über sein Ziel hinauszuschießen droht, kann es sehr von Vorteil sein, wenn man eine durchdachte Vorlage zurate ziehen kann. Sie gehören nicht zu den Ersten, die in Verlegenheit geraten, viele sind Ihnen schon vorausgegangen und haben Ihre Erfahrungen gemacht. Davon lässt es sich durchaus profitieren, anstatt nur auf Granit zu beißen und damit alles andere als etwas zu gewinnen.

Zu schnell fällt ein böses Wort, das nur schwerlich wieder aus der Welt zu schaffen ist, zu leicht geht das Temperament verständlicherweise mit einem durch. Doch das nützt nicht viel. Wenn Sie den Bereich des Informellen verlassen müssen und die Sache offiziell wird, kommt es auf die Feinheiten an. Orientieren Sie sich an Bewährtem und lassen es nicht darauf ankommen, Misstöne zu erzeugen oder gar die Unwirksamkeit Ihrer Bemühungen selbst herbeizuführen.

Weitere Kosten besser im Rahmen halten

Das kann nämlich schnell geschehen, wenn man sich in der Formulierung vergreift oder ein entscheidendes Detail übersieht. Richten Sie sich nach dem, was andere sorgsam für Sie ausbaldowert haben. Sie müssen es ja nicht wortwörtlich übernehmen, doch als Richtschnur kann es von unschätzbarem Wert sein. Bedenken Sie, dass Kosten entstehen, wenn Sie sich nicht an die Regeln halten, und das gilt ganz besonders dann, wenn Sie ein Mahnschreiben abfassen müssen.

Damit sind Sie noch lange nicht im Verfahren gelandet. Und Sie können Gerichtskosten auch vermeiden, wenn Sie sich keinen Patzer erlauben. Sollten Sie unsicher sein, bedienen Sie sich nur eines probaten Modells. Man wird es nicht unbedingt als Schwäche auslegen und Sie erst recht vorführen.

Ganz im Gegenteil: Formal Untadeliges lässt den Zahlungsunwilligen höchstens die Zähne zusammenbeißen und seinen Ärger hinunterschlucken. Es gibt zweifellos Menschen, die es geradezu darauf anlegen, scheinbar Unwissenden eine Lektion zu erteilen und ihren Vorteil daraus zu ziehen.

Geben Sie sich keine Blöße, vergrößern Sie Ihren Erfahrungsschatz auf unverfänglichem Terrain. Mit der Zeit wird zur Routine werden, was Ihnen anfangs schwierig vorkommt, weil es tatsächlich so ist. Anfänger sind alten Hasen oftmals schutzlos ausgeliefert, und die machen sich einen Spaß daraus. Dazu muss es nicht kommen; stellen Sie unter Beweis, dass Sie sich professionell verhalten können.

Man kann sich ruhig helfen lassen, ohne sich als hilfsbedürftig zu erweisen. Das kommt viel eher zum Tragen, wenn man eine Chance vergeben hat, die man leicht hätte nutzen können. Das Geld ist immer knapp, meist besonders bei jenen, die so tun, als hätten sie genug davon. Wappnen Sie sich mithilfe von Mitteln, die über jeden Zweifel erhaben sind.

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