Verzugszinsrechner: Verzugszinsen online berechnen

Mit dem Verzugszinsrechner berechnest du offene Zinsen schnell, sauber und ohne Rechenfehler. Das ist praktisch, wenn eine Rechnung überfällig ist, die Miete zu spät kommt, Lohn aussteht oder du für deine Mahnung sofort einen belastbaren Zinsbetrag brauchst.

Entscheidend ist nicht nur der Prozentsatz, sondern vor allem der richtige Startpunkt. Deshalb bündelt diese Seite Rechner, Beispiele und die typischen Sonderfälle an einem Ort. Wenn du den offenen Betrag vorab noch prüfen willst, hilft dir auch Ist die Rechnung korrekt?.

⚡ Erst rechnen, dann sauber schreiben

Nutze zuerst den Verzugszinsrechner und übernimm das Ergebnis danach direkt in deine Mahnung oder Zahlungserinnerung.

Inhaltsverzeichnis

  1. Direkt zum Verzugszinsrechner
  2. Wie hoch sind Verzugszinsen? Zinssatz, Basiszinssatz & 9 %
  3. Ab wann fallen Verzugszinsen an?
  4. Verzugszinsen berechnen: Formel, Tage, Netto oder Brutto
  5. Sonderfälle: Privatperson, Miete, Lohn & Hauskauf
  6. Mahnung mit Verzugszinsen, 40-Euro-Pauschale & nächste Schritte
  7. Vorlagen für Mahnung, Word & Excel
  8. FAQ

Verzugszinsen online berechnen

Wenn du vor allem ein schnelles Ergebnis brauchst, bist du hier richtig. Du gibst Forderungsbetrag, Verzugseintritt und Stichtag ein, wählst die passende Zinsregel und bekommst sofort den Zinsbetrag, den du für dein Schreiben oder deine interne Dokumentation weiterverwenden kannst.

1. Betrag und Zeitraum

Forderungsbetrag

Bitte geben Sie den Betrag der offenen Hauptforderung ein. Dies ist der Betrag, mit dem sich der Schuldner im Zahlungsverzug befindet.

Mehr Informationen

Verzugszinsen werden in der Regel auf den geschuldeten Betrag berechnet. Ob der Netto- oder Bruttobetrag maßgeblich ist, hängt vom Einzelfall ab.

Nutzen Sie Komma oder Punkt für Nachkommastellen.

Verzugseintritt

Geben Sie das Datum an, ab dem sich der Schuldner im Verzug befindet. Das frühestmögliche Datum ist der 01.01.2010.

Mehr Informationen

Liegt ein kalendermäßig bestimmter Zahlungstermin vor, beginnt der Verzug regelmäßig am Folgetag ohne weitere Mahnung. Fehlt eine feste Frist, tritt Verzug in der Regel erst nach Mahnung ein.

Berechnungsstichtag

Geben Sie das Datum an, bis zu dem die Zinsen berechnet werden sollen. Für dieses Datum werden noch Verzugszinsen berechnet.

Gerade bei mehreren offenen Forderungen spart dir das Zeit. Du musst also nicht jedes Mal neu überlegen, welcher Zinssatz passt, wie viele Tage zählen oder ob du eher einen Verbraucherfall oder eine geschäftliche Forderung vor dir hast.

Welche Zinsregel passt im Verzugszinsrechner?

Im Rechner passt meist entweder die gesetzliche Verbraucherregel, die B2B-Regel für Entgeltforderungen oder eine vertraglich festgelegte dynamische oder statische Zinslösung.

Für die schnelle Einordnung hilft diese Übersicht. Sie passt auch gut zu den häufigsten Fällen aus dem Alltag, also zu privaten Forderungen, Mietrückständen, offenen Honoraren oder klassischen Rechnungen zwischen Unternehmen.

Auswahl im Rechner Logik Aktueller Jahreswert bei 1,27 % Basiszinssatz Typischer Fall
Verbrauchergeschäft Basiszinssatz + 5 Prozentpunkte 6,27 % p. a. private Rechnung, Miete, viele Lohnfälle
Handelsgeschäft Basiszinssatz + 9 Prozentpunkte 10,27 % p. a. Rechnung zwischen Unternehmen
Dynamischer Zinssatz vertraglicher Aufschlag auf den Basiszinssatz abhängig von deiner Vereinbarung individuell geregelte Verträge
Statischer Zinssatz fester Jahreszins abhängig von deiner Vereinbarung vertraglich festgelegte Zinsklausel

Wichtig ist außerdem der Stand des Basiszinssatzes. Er liegt seit dem 01.01.2026 bei 1,27 %. Wenn dein Verzugszeitraum über einen Halbjahreswechsel läuft, solltest du also prüfen, ob sich der Ausgangswert im Zeitraum geändert hat.

Welche Angaben brauchst du für den Verzugszinsrechner?

Du brauchst den offenen Hauptbetrag, den richtigen Verzugseintritt und den Berechnungsstichtag.

Der offene Hauptbetrag ist die Summe, die nach Teilzahlungen, Gutschriften oder Korrekturen tatsächlich noch offen ist. Der Verzugseintritt ist der Tag, ab dem dein Schuldner rechtlich im Verzug ist. Der Stichtag legt fest, bis zu welchem Datum gerechnet wird.

Wenn einer dieser Werte falsch sitzt, wird auch das Ergebnis ungenau. Genau deshalb lohnt es sich, vor der Berechnung kurz Fälligkeit, Zahlungsziel und eventuelle Korrekturen zu prüfen, statt direkt vom Rechnungsdatum auszugehen.

Ist das Ergebnis sofort für deine Mahnung nutzbar?

Ja – das Ergebnis ist sofort nutzbar, wenn Verzugseintritt, Forderungsbetrag und Zinsregel korrekt eingegeben sind.

Am saubersten wirkt ein Schreiben, wenn du neben der Hauptforderung auch den Zinszeitraum, den angewendeten Zinssatz und den errechneten Zinsbetrag nennst. So bleibt deine Forderung nachvollziehbar, während Rückfragen deutlich seltener werden.

Für den nächsten Schritt passen besonders gut Zahlungserinnerung, Mahnung und – wenn du ohnehin neu aufsetzt – Rechnung online schreiben.

📨 Ergebnis steht? Dann übernimm Hauptforderung und Zinsen direkt in dein Schreiben.

Jetzt Mahnung schreiben

Wie hoch sind Verzugszinsen? Zinssatz, Basiszinssatz & 9 %

Beim Verzugszins zählt nicht irgendein Richtwert, sondern die konkrete gesetzliche oder vertragliche Regel. Deshalb ist die häufigste Fehlstelle nicht die Rechnung selbst, sondern die falsche Einordnung des Falls.

Für die Grundlogik sind vor allem § 288 BGB und der von der Deutschen Bundesbank veröffentlichte Basiszinssatz wichtig. Genau daraus ergeben sich die bekannten 5 oder 9 Prozentpunkte über dem Basiszinssatz.

Wie viel Verzugszinsen darfst du verlangen?

Gesetzlich darfst du meist entweder 5 oder 9 Prozentpunkte über dem Basiszinssatz verlangen – je nachdem, ob ein Verbraucher beteiligt ist oder ob es um eine B2B-Entgeltforderung geht.

Mit Stand 01.01.2026 bedeutet das rechnerisch 6,27 % pro Jahr bei Verbraucherbeteiligung und 10,27 % pro Jahr bei Entgeltforderungen aus Rechtsgeschäften, an denen kein Verbraucher beteiligt ist. Genau diese beiden Fälle decken im Alltag den größten Teil aller Berechnungen ab.

Darüber hinaus können Verträge auch eigene Zinssätze vorsehen. Dann rechnest du nicht automatisch mit den gesetzlichen Standardwerten, sondern mit der Regel, die wirksam vereinbart wurde und für deinen Fall tatsächlich gilt.

Aktueller Basiszinssatz: Warum ändert er sich zum 1. Januar und 1. Juli?

Der Basiszinssatz ist kein fixer Dauerwert, sondern ein halbjährlich angepasster Referenzwert.

Genau deshalb taucht so oft die Frage nach dem aktuellen Stand auf. Für kurze Verzugszeiträume reicht oft ein einziger Wert. Sobald sich dein Zeitraum aber über den 1. Januar oder den 1. Juli zieht, solltest du den Wechsel im Blick behalten.

Für die Praxis heißt das: Rechne nicht mit einem alten Screenshot oder mit einem Vorjahreswert weiter. Gerade bei älteren Forderungen entstehen sonst kleine Abweichungen, die später unnötige Diskussionen auslösen.

Wann gelten 9 % Verzugszinsen – und was ist eine Entgeltforderung?

Neun Prozentpunkte über dem Basiszinssatz gelten nur bei Entgeltforderungen aus Rechtsgeschäften, an denen kein Verbraucher beteiligt ist.

Mit einer Entgeltforderung ist vereinfacht gesagt die Geldforderung für eine Lieferung oder sonstige Leistung gemeint. Typisch ist also die offene Rechnung zwischen zwei Unternehmen. Genau dort wird online besonders häufig vorschnell verallgemeinert, obwohl die 9 % eben nicht für jeden Fall gelten.

Sobald ein Verbraucher beteiligt ist, landest du regelmäßig wieder bei der 5-Prozentpunkte-Regel. Deshalb ist die erste Frage fast nie „Wie viel Prozent?“, sondern vielmehr „Welche Art von Rechtsgeschäft liegt überhaupt vor?“.

Ab wann fallen Verzugszinsen an?

Verzugszinsen laufen nicht schon am Tag der Rechnung los. Zuerst muss die Forderung fällig sein, und danach muss der Schuldner rechtlich im Verzug stehen. Genau dieser zweite Schritt wird in der Praxis besonders oft zu früh oder zu spät angesetzt.

Für die Prüfung ist § 286 BGB der wichtigste Anker. Deshalb lohnt sich ein kurzer Blick auf Fälligkeit, Zahlungsziel und Mahnung, bevor du den Verzugseintritt in den Rechner einträgst.

Ab wann fallen Verzugszinsen an?

Verzugszinsen fallen ab dem Tag an, ab dem eine fällige Geldforderung besteht und der Schuldner in Verzug geraten ist.

Gibt es einen kalendermäßig bestimmten Zahlungstermin, kann Verzug direkt nach dessen Ablauf eintreten. Fehlt ein solcher Termin, braucht es oft zunächst eine Mahnung. Genau deshalb solltest du Rechnungsdatum und Verzugseintritt nie automatisch gleichsetzen.

Im Alltag ist das besonders wichtig, wenn du alte Rechnungen nachträglich aufarbeitest. Ein sauberer Starttag wirkt unscheinbar, entscheidet aber direkt darüber, ob dein Ergebnis stimmig oder um mehrere Tage daneben liegt.

30-Tage-Regel: Wann funktioniert sie ohne Mahnung?

Die 30-Tage-Regel kann Verzug auch ohne Mahnung auslösen, bei Verbrauchern aber nur dann, wenn auf diese Folge in der Rechnung oder Zahlungsaufstellung besonders hingewiesen wurde.

Bei Schuldnern, die keine Verbraucher sind, ist die Regel strenger. Dort kann der Verzug spätestens 30 Tage nach Fälligkeit und Zugang der Rechnung oder einer gleichwertigen Zahlungsaufstellung eintreten. Bei Verbrauchern reicht die bloße Frist dagegen nicht aus, wenn der besondere Hinweis fehlt.

Das ist einer der häufigsten Fehler in Mahnschreiben. Viele rechnen automatisch ab dem 31. Tag, obwohl die formale Voraussetzung für Verbraucher noch gar nicht sauber erfüllt ist.

Brauchst du für Verzugszinsen immer eine Mahnung?

Nein – eine Mahnung ist nicht immer nötig, aber sie bleibt oft der sicherste und klarste Weg.

Wenn ein fester Zahlungstermin vereinbart war oder die 30-Tage-Regel wirksam greift, kann der Verzug auch ohne zusätzliche Mahnung eintreten. Fehlt dieser Automatismus, bringt dir eine Mahnung klare Verhältnisse und einen gut dokumentierten Startpunkt.

Gerade bei angespannten Kundenbeziehungen ist das praktisch. Du schaffst dadurch nicht nur Verzugssicherheit, sondern gibst dem Schuldner zugleich eine letzte klare Zahlungsfrist, bevor du weiter eskalierst.

Verzugszinsen berechnen: Formel, Tage, Netto oder Brutto

Die eigentliche Berechnung ist einfacher, als sie zunächst aussieht. Sobald Zinssatz, Hauptforderung und Verzugstage sauber feststehen, ist der Zinsbetrag keine Blackbox mehr, sondern eine gut nachvollziehbare Rechengröße.

Trotzdem entstehen gerade hier die meisten Alltagsfragen: pro Tag oder pro Monat, erster und letzter Tag, Act/365 oder 30/360, Netto oder Brutto. Genau diese Punkte sind deshalb besser als eigene Antwortblöcke aufgehoben.

Wie rechnest du Verzugszinsen aus? Formel und Beispiel

Die Grundformel lautet: offene Hauptforderung × Jahreszinssatz × Verzugstage ÷ Tagebasis.

Wenn du mit der Standardmethode Act/365 arbeitest, teilst du also durch 365. Ein einfaches Beispiel: Bei 10.000 Euro offener Forderung, 98 Tagen Verzug und 6,27 % Jahreszins ergeben sich 168,35 Euro Verzugszinsen. Genau deshalb ist der Rechner so praktisch – er nimmt dir diese Routinerunde sauber ab.

Außerdem kannst du die Formel gut gegenprüfen, wenn dir ein Ergebnis ungewöhnlich hoch oder niedrig vorkommt. Das schafft Sicherheit, bevor du den Betrag in eine Mahnung oder in deine Buchhaltung übernimmst.

Wie hoch sind Verzugszinsen pro Tag, pro Monat und pro Jahr?

Rechtlich startest du immer mit einem Jahreszinssatz, während der konkrete Anspruch taggenau anwächst.

Der Tageswert ergibt sich aus Jahreszins mal Forderung, geteilt durch die gewählte Tagebasis. Monatswerte sind dagegen meist nur grobe Näherungen, weil Monate unterschiedlich lang sind. Für eine saubere Forderung solltest du deshalb immer mit Tagen rechnen und Monatswerte nur als schnelle Orientierung lesen.

Wenn du also nach „Verzugszinsen pro Tag“ oder „pro Monat“ suchst, steckt dahinter fast immer dieselbe Frage: Wie wird aus dem Jahreszinssatz ein verständlicher Zwischenwert? Genau dafür ist die taggenaue Berechnung die sauberste Lösung.

Verzugszeitraum berechnen: Zählen erster und letzter Tag mit?

Für ein sauberes Ergebnis musst du immer der Logik des genutzten Rechners oder Verfahrens folgen – und diese Logik konsequent durchhalten.

Auf dieser Seite siehst du im Rechner direkt, wie viele Verzugstage zwischen Start- und Enddatum angesetzt werden. Das ist wichtig, weil schon ein einziger falsch gezählter Tag bei größeren Forderungen oder längeren Zeiträumen sichtbar ins Ergebnis hineinläuft.

Besonders fehleranfällig wird es, wenn du Methoden mischst. Wer etwa den Zeitraum nach einer Zählweise bestimmt, aber die Zinsen mit einer anderen Methode weiterrechnet, produziert schnell kleine Abweichungen, die im Schreiben unnötig erklärungsbedürftig werden.

Act/365 oder 30/360: Welche Berechnungsmethode passt?

Für den normalen Online-Rechner ist Act/365 meist die bessere Alltagsmethode, während im gerichtlichen Mahnverfahren typischerweise mit 30/360 gearbeitet wird.

Der Rechner auf dieser Seite nutzt standardmäßig Act/365. Das passt gut für taggenaue Berechnungen im Alltag. Im automatisierten Mahnverfahren ist dagegen 30/360 üblich, also eine Bankmethode mit 30 Tagen pro Monat und 360 Tagen pro Jahr.

Genau darauf weist auch der Zinsrechner der Mahngerichte hin. Wenn du also einen Mahnbescheid vorbereitest, solltest du die Verfahrenslogik bewusst von der normalen Forderungsberechnung trennen.

Netto oder Brutto: Auf welchen Betrag rechnest du?

Verzugszinsen rechnest du auf den Betrag, der im konkreten Fall tatsächlich noch offen geschuldet wird.

Bei vielen normalen Rechnungen ist das schlicht der offene Bruttobetrag. Sobald aber Teilzahlungen, Gutschriften oder Rechnungsfehler im Spiel sind, musst du erst den richtigen Restbetrag sauber herausarbeiten. Genau dafür kann auch die richtige Korrektur falscher Rechnungen nützlich sein.

Praktisch heißt das: Nicht auf Verdacht rechnen, sondern zuerst den offenen Hauptbetrag bereinigen. Erst danach wird der Zinsbetrag belastbar und wirkt auch im nächsten Schreiben stimmig.

Sonderfälle: Privatperson, Miete, Lohn & Hauskauf

Die Grundformel bleibt oft gleich, doch die Einordnung des Falls verändert sich. Genau deshalb suchen viele nicht einfach nach „Verzugszinsen“, sondern sehr konkret nach Miete, Lohn, Privatperson oder Hauskauf.

Diese Sonderfälle verdienen eigene Antworten, weil schon kleine rechtliche Unterschiede zu einem anderen Zinssatz, einem anderen Verzugseintritt oder sogar zu einer eigenen Spezialregel führen können.

Kannst du als Privatperson Verzugszinsen verlangen?

Ja – auch als Privatperson kannst du Verzugszinsen verlangen, wenn eine fällige Geldforderung besteht und der Schuldner in Verzug geraten ist.

Das kommt zum Beispiel bei einem privaten Verkauf, bei einem privaten Darlehen oder bei einer sonstigen Geldforderung zwischen Privatleuten vor. Maßgeblich sind dann wieder Fälligkeit, Verzugseintritt und die Frage, welche Zinsregel auf den Fall passt.

Wenn du häufiger private Rechnungen oder Zahlungsforderungen formulierst, findest du ergänzend auf Rechnung als Privatperson praktische Hilfe für die nächsten Schritte.

Verzugszinsen bei Miete: Wie hoch sind sie und ab wann laufen sie?

Bei Mietrückständen kommt es zuerst auf den Fälligkeitstag an; in typischen Wohnraummietfällen mit Verbraucherbeteiligung arbeitest du regelmäßig mit 5 Prozentpunkten über dem Basiszinssatz.

Entscheidend ist also nicht nur die Höhe, sondern vor allem der korrekte Start. Sobald der Mietzins fällig war und Verzug eingetreten ist, lässt sich der Rückstand mit dem Rechner ganz normal berechnen. Genau deshalb wird online so oft gleichzeitig nach „Miete“ und „ab wann“ gefragt.

Bei Nebenkosten, Kaution oder gewerblichen Mietfällen lohnt sich ein zweiter Blick auf den genauen Anspruch. Wenn du Mietabrechnungen oder Vorlagen für Vermietung suchst, hilft dir zusätzlich Rechnung für Vermietung.

Verzugszinsen bei Lohn und Gehalt: Wie rechnest du richtig?

Bei verspätetem Lohn oder Gehalt wird regelmäßig mit 5 Prozentpunkten über dem Basiszinssatz gerechnet; entscheidend ist vor allem der vereinbarte Fälligkeitstermin.

Gerade bei Arbeitsentgelt ist das Zahlungsdatum oft kalendermäßig bestimmt. Dadurch kann der Arbeitgeber ohne zusätzliche Mahnung in Verzug geraten. Für die Berechnung brauchst du also wieder den offenen Betrag, den Starttag und den passenden Stichtag.

Wichtig ist außerdem die 40-Euro-Pauschale. Sie wird im Arbeitsverhältnis nicht einfach zusätzlich fällig. Darauf gehe ich im Abschnitt zur Pauschale noch einmal gesondert ein, weil genau hier besonders oft falsch abgeschrieben wird.

Verzugszinsen beim Hauskauf: Was gilt bei Kaufpreisfälligkeit?

Beim Hauskauf musst du zuerst unterscheiden, ob es um den Kaufpreis aus dem notariellen Vertrag oder um den Verzug bei einem Immobiliar-Darlehen geht.

Beim verspätet gezahlten Kaufpreis aus dem notariellen Kaufvertrag greifen oft die allgemeinen Verzugsregeln, solange der Vertrag nichts Besonderes bestimmt. Bei einem Immobiliar-Verbraucherdarlehen gilt dagegen eine Spezialregel in § 497 BGB: Dort beträgt der Verzugszinssatz 2,5 Prozentpunkte über dem Basiszinssatz.

Genau deshalb ist „Hauskauf“ kein einheitlicher Standardfall. Bevor du rechnest, solltest du also kurz klären, welche Forderung genau offen ist und aus welchem Vertrag sie stammt.

Mahnung mit Verzugszinsen, 40-Euro-Pauschale & nächste Schritte

Nach der Berechnung willst du oft sofort handeln. Jetzt geht es also nicht mehr nur um Zinsen, sondern darum, wie du sie sauber geltend machst und welchen nächsten Schritt du sinnvoll wählst.

Weniger ist dabei meist mehr. Ein klares Schreiben mit Hauptforderung, Zinszeitraum, Zinssatz und Frist wirkt häufig besser als eine lange Drohkulisse, die zwar hart klingt, aber ungenau bleibt.

Wie hoch sind die Verzugszinsen bei einer Mahnung?

Bei einer Mahnung gibt es keinen eigenen Sonderzinssatz – es gilt derselbe Verzugszinssatz, der auch für die zugrunde liegende Forderung maßgeblich ist.

Genau das wird oft verwechselt. Die Mahnung ändert also nicht automatisch die Zinshöhe. Sie hilft vielmehr dabei, Verzug sauber auszulösen oder den Verzug noch einmal klar zu dokumentieren, wenn schon Verzugszinsen laufen.

Für die Praxis heißt das: Zuerst den richtigen gesetzlichen oder vertraglichen Zinssatz bestimmen, danach den Zeitraum berechnen und erst dann das Ergebnis in die Mahnung übernehmen.

Mahnung mit Verzugszinsen: Was musst du angeben?

In einer Mahnung mit Verzugszinsen sollten Hauptforderung, Verzugseintritt, Zinssatz, Zinszeitraum und der konkrete Zinsbetrag klar genannt werden.

Das genügt in den meisten Fällen völlig. Du musst also keine langen Rechenketten ausschreiben. Viel hilfreicher ist ein kurzer, sauberer Absatz mit Datum, Betrag und Frist. So bleibt dein Schreiben verständlich und zugleich professionell.

Wenn du sofort formulieren willst, findest du hier den direkten Einstieg zu Mahnung und Zahlungserinnerung. Für komplett neue Ausgangsrechnungen ist außerdem Rechnung schreiben ein sinnvoller Anschluss.

40-Euro-Pauschale: Wann kommt sie zusätzlich dazu?

Die 40-Euro-Pauschale kommt nur bei Entgeltforderungen gegen Schuldner hinzu, die keine Verbraucher sind.

Sie ist also kein automatischer Zusatzposten für jede offene Forderung. Gegenüber Verbrauchern greift die Pauschale nicht. Außerdem ersetzt sie die Verzugszinsen nicht, sondern steht – wenn die Voraussetzungen vorliegen – als eigener Posten daneben.

Im Arbeitsverhältnis ist besondere Vorsicht sinnvoll. Das Bundesarbeitsgericht hat entschieden, dass Arbeitnehmer die 40-Euro-Pauschale bei Lohnverzug nicht einfach beanspruchen können. Genau deshalb sollte die Pauschale im Lohnfall nicht schematisch übernommen werden.

Ratenzahlung, Teilzahlung und Verjährung: Wie gehst du weiter vor?

Sobald Teilzahlungen laufen oder der Fall älter wird, ist saubere Dokumentation wichtiger als ein noch schärferer Ton.

Nach einer Teilzahlung rechnest du die Zinsen nur noch auf den Restbetrag weiter. Wird eine Ratenzahlung vereinbart, sollte sie schriftlich klar festgehalten werden. Und wenn die Forderung lange offen bleibt, musst du zusätzlich die Verjährung im Blick behalten.

Für genau diese Schritte passen besonders gut Ratenzahlungsvereinbarung bei Teilzahlung, Verjährung von Forderungen und nicht gleich mit dem Anwalt drohen.

🧭 Nach dem Rechner direkt weiterarbeiten

Wenn Betrag und Zeitraum stehen, übernimmst du die Werte direkt in deine Mahnung oder legst eine neue Rechnung online sauber an.

Vorlagen für Mahnung, Word & Excel

Nach der Berechnung willst du oft nicht noch lange suchen, sondern sofort handeln. Genau deshalb passen direkte Vorlagen auf dieser Seite gut: Der Weg vom Ergebnis zum fertigen Schreiben wird kürzer, während du weniger zwischen Seiten springen musst.

Wenn du mehr Hintergrund oder weitere Muster brauchst, wechselst du einfach zur ausführlichen Mahnungsseite oder stöberst gezielt in den Word- und Excel-Bereichen.

Direkt herunterladen: Wann ist eine Mahnungsvorlage sinnvoll?

Eine direkte Mahnungsvorlage ist besonders sinnvoll, wenn du nach der Zinsberechnung sofort ein versandfertiges Schreiben brauchst.

Das ist typischerweise dann der Fall, wenn Hauptforderung, Verzugseintritt und Zinsbetrag bereits feststehen. Dann ist ein Direktdownload oft schneller als der Umweg über eine Übersicht. Für genau diesen Schritt passt die Mahnungsvorlage auf dieser Seite sehr gut.

Vorlage für MahnungVorlage für Mahnung

Download Word
Download Excel

Wenn du lieber zuerst den ganzen Kontext lesen möchtest, bleibst du mit Mahnung auf der ausführlichen Themenseite. Dort findest du zusätzlich Formulierungen, Hinweise und weitere Einordnung.

Mahnung als Word- oder Excel-Vorlage: Was passt besser?

Word passt gut für einzelne Schreiben, während Excel seine Stärke bei mehreren Fällen, Teilzahlungen und interner Übersicht ausspielt.

Wenn du nur gelegentlich eine Mahnung verschickst, ist Word meistens der schnellere Weg. Sobald du mehrere offene Forderungen parallel verfolgst, bringt Excel Vorteile bei Dokumentation, Status und Nachverfolgung.

Wenn du tiefer einsteigen willst, findest du hier die passenden Sammelseiten: Vorlagen für Word und Vorlagen für Excel.

Wie berechnest du Verzugszinsen in Excel?

Für einzelne Fälle ist der Online-Rechner meist schneller; Excel ist dann sinnvoll, wenn du mehrere Forderungen parallel verfolgen oder intern dokumentieren willst.

Ein guter Ablauf ist oft ganz einfach: Zinsen zuerst hier berechnen, danach Betrag und Zeitraum in deine Excel-Tabelle übernehmen. So kombinierst du eine saubere Berechnung mit einer flexiblen Übersicht für Wiedervorlagen, Teilzahlungen und Notizen.

Wenn du den Prozess noch stärker vereinheitlichen willst, helfen dir Excel-Vorlagen und – für das eigentliche Schreiben – Word-Vorlagen als nächster Schritt.

Hinweis: Rechner, Beispiele und Vorlagen vereinfachen die Arbeit im Alltag und ersetzen keine Rechtsberatung im Einzelfall.

FAQ

Zum Schluss noch die Fragen, die beim Thema Verzugszinsen besonders oft auftauchen. Die Antworten bleiben bewusst knapp, damit du schnell entscheiden kannst, wie du den Rechner und den nächsten Schritt richtig nutzt.

Wie hoch sind die Verzugszinsen pro Tag?

Der Tageswert ergibt sich aus Hauptforderung und Jahreszinssatz, heruntergerechnet auf die gewählte Tagebasis.

Bei Act/365 rechnest du also mit dem Jahreszinssatz geteilt durch 365. Einen festen Tagesbetrag für alle Fälle gibt es deshalb nicht.

Wann gelten 9 % Verzugszinsen?

Neun Prozentpunkte über dem Basiszinssatz gelten für Entgeltforderungen aus Rechtsgeschäften, an denen kein Verbraucher beteiligt ist.

Typisch ist also die offene Rechnung zwischen Unternehmen. Sobald ein Verbraucher beteiligt ist, gilt regelmäßig der niedrigere gesetzliche Satz.

Was ist der aktuelle Basiszinssatz für Verzugszinsen?

Den aktuellen Basiszinssatz veröffentlicht die Deutsche Bundesbank jeweils zum 1. Januar und 1. Juli.

Stand 01.01.2026 liegt der Basiszinssatz bei 1,27 %. Für längere Verzugszeiträume musst du immer den jeweils passenden Halbjahreswert prüfen.

Brauche ich für Verzugszinsen immer eine Mahnung?

Nein – bei festem Zahlungstermin oder wirksamer 30-Tage-Regel kann Verzug auch ohne Mahnung eintreten.

Fehlt ein solcher Automatismus, ist die Mahnung der saubere Weg, um Verzug klar auszulösen und zu dokumentieren.

Werden Verzugszinsen vom Netto- oder Bruttobetrag berechnet?

Maßgeblich ist der Betrag, der im konkreten Fall tatsächlich noch offen geschuldet wird.

Bei normalen Rechnungen ist das oft der offene Bruttobetrag. Bei Korrekturen, Gutschriften oder Teilzahlungen zählt aber nur der bereinigte Rest.

Was ist der Unterschied zwischen Verzugszinsen und Prozesszinsen?

Verzugszinsen laufen wegen Zahlungsverzugs, Prozesszinsen knüpfen dagegen an ein gerichtliches Verfahren an.

Für die normale außergerichtliche Mahnung und für den Rechner auf dieser Seite geht es deshalb in aller Regel um Verzugszinsen und nicht um Prozesszinsen.

top