Freelancer-Rechnung schreiben: kostenlos online & als Vorlage
Du willst als Freelancer schnell eine Rechnung schreiben, die dein Kunde direkt verbuchen kann? Mit unserem kostenlosen Rechnungseditor erstellst du in wenigen Minuten eine Freelancer-Rechnung als PDF – inklusive Rechnungsnummer, Zahlungsziel und optionaler Umsatzsteuer. Wenn du lieber offline arbeitest, findest du unten auch eine Rechnungsvorlage für Word und Excel.

Damit es später keine Rückfragen gibt, lohnt sich ein kurzer Check: Eine Rechnung ist nur dann „buchhaltungsfertig“, wenn alle Pflichtangaben sauber enthalten sind – also z. B. Leistungsdatum, eindeutige Rechnungsnummer und deine Steuernummer oder USt‑IdNr. Wenn du dir unsicher bist, hilft dir auch unsere Seite Ist die Rechnung korrekt?.
Außerdem verändert sich gerade einiges beim Thema digital: Seit 2025 spielt die E‑Rechnung im B2B‑Bereich eine immer größere Rolle. Das heißt nicht, dass du morgen alles umstellen musst – aber es ist sinnvoll, deine Prozesse (Empfang, Versand, Archiv) rechtzeitig „e‑rechnungstauglich“ zu machen.
Jetzt Freelancer-Rechnung schreiben
Inhaltsverzeichnis
- Freelancer‑Rechnung online schreiben (Generator)
- Vorlagen (Word & Excel) kostenlos downloaden
- Aufbau & Pflichtangaben: Was muss rein?
- Steuernummer & USt‑IdNr.: Welche Nummer gehört drauf?
- Mehrwertsteuer: mit MwSt., ohne MwSt. & Kleinunternehmer
- Stundensatz, Festpreis, netto oder brutto?
- E‑Rechnung für Freelancer: Pflicht, Formate & Fristen
- Reisekosten & Fahrtkosten in Rechnung stellen
- Zahlungsziel, Versand & wenn nicht bezahlt wird
- FAQ
Freelancer‑Rechnung online schreiben (Generator)
Wenn du schnell eine professionelle Rechnung brauchst, ist der Generator der einfachste Weg. Du trägst deine Daten und die Leistung ein – Summen, Steuer und das fertige PDF werden automatisch erzeugt. Das spart Zeit und reduziert typische Fehler, die später zu Rückfragen in der Buchhaltung führen.
Freelancer‑Rechnung schreiben: So nutzt du den Generator
Du gibst Absender, Empfänger und Leistungen ein – der Generator erstellt daraus eine saubere Rechnung inklusive Summen, Steuersätzen und PDF.
Starte mit deinen Absenderdaten (Name/Firma, Anschrift, Kontakt) und ergänze anschließend den Kunden. Danach trägst du deine Positionen ein: klare Leistung, Zeitraum bzw. Leistungsdatum, Menge/Einheit (Stunden, Tage, Pauschale) und Preis.
Zum Schluss legst du Zahlungsziel und Bankdaten fest. Wenn du mit Umsatzsteuer arbeitest, wählst du den passenden Steuersatz – alternativ kannst du auch eine Rechnung ohne Umsatzsteuer erstellen (z. B. als Kleinunternehmer).
PDF‑Download & Archiv: So bleibt deine Rechnung „prüfungsfest“
Versende die Rechnung am besten als PDF und speichere sie zusammen mit allen Nachweisen so ab, dass du sie später jederzeit wiederfindest.
Für viele Freelancer ist eine klare Ordnerstruktur schon die halbe Miete: pro Kunde ein Ordner, darin Unterordner nach Jahr. Wenn du Reisekosten berechnest, speichere passende Belege direkt zur Rechnung, damit du sie bei Rückfragen sofort griffbereit hast.
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Vorlagen (Word & Excel) kostenlos downloaden
Manchmal möchtest du offline arbeiten – etwa wenn du dein eigenes Layout pflegst oder Rechnungen intern abstimmen musst. Dafür kannst du unsere Rechnungsvorlage als Word- oder Excel-Datei nutzen. Word eignet sich besonders für freie Textbausteine, Excel ist praktisch, wenn du viele Positionen berechnen willst.
Word oder Excel – was ist besser für Freelancer?
Word ist ideal für einfache, textlastige Rechnungen – Excel punktet bei vielen Positionen und automatischen Berechnungen.
Wenn du regelmäßig mit Stundensätzen arbeitest oder mehrere Leistungsblöcke abrechnest, hilft dir Excel beim Rechnen. Word ist dagegen angenehm, wenn du nur wenige Positionen hast und mehr Wert auf Layout und Formulierungen legst.
Wenn du maximal schnell sein willst, ist der Online‑Generator meistens die beste Mischung: automatisch rechnen, als PDF exportieren und direkt versenden – ohne Formatierungsstress.
Weitere Vorlagen & Sonderfälle
Je nach Auftrag kann eine spezielle Vorlage sinnvoll sein – etwa mit oder ohne Umsatzsteuer oder bei EU‑Leistungen.
Wenn du mit Umsatzsteuer abrechnest, lies auch Rechnung mit Umsatzsteuer. Für Kleinunternehmer oder Rechnungen ohne Steuer-Ausweis ist Rechnung ohne Umsatzsteuer die passende Ergänzung.
Bei Leistungen an EU‑Unternehmen kann außerdem Rechnung für EU‑Lieferung hilfreich sein, damit du die richtigen Hinweise setzt.
Aufbau & Pflichtangaben: Was muss rein?
Der häufigste Grund für verspätete Zahlungen ist nicht böser Wille – sondern eine Rechnung, die intern nicht freigegeben werden kann. Darum lohnt sich ein sauberer Aufbau. Je klarer du die Pflichtangaben und Leistungen formulierst, desto schneller kann dein Kunde bezahlen.
Pflichtangaben: Checkliste für deine Freelancer‑Rechnung
Wenn Name/Anschrift, Rechnungsnummer, Leistungsbeschreibung, Leistungsdatum und Steuerangaben stimmen, ist deine Rechnung in der Praxis meist sofort „buchbar“.
- Vollständiger Name & Anschrift von dir (Leistungserbringer) und deinem Kunden
- Rechnungsdatum
- Fortlaufende, eindeutige Rechnungsnummer
- Leistungsbeschreibung (Art & Umfang), Menge/Einheit, Preise
- Leistungsdatum bzw. Leistungszeitraum
- Steuernummer oder USt‑IdNr.
- Netto, Umsatzsteuer (falls relevant) und Brutto
- Zahlungsziel und Bankverbindung
Für Kleinbetragsrechnungen gelten vereinfachte Regeln, aber für typische Freelancer‑Projekte ist die vollständige Variante die sicherste.
Die gesetzlichen Pflichtangaben für Rechnungen ergeben sich aus § 14 UStG. Für Sonderfälle (z. B. Abschläge) hilft dir außerdem Was ist eine Abschlagsrechnung?.
Leistungsbeschreibung: So wird sie verständlich und „prüfbar“
Eine gute Leistungsbeschreibung beantwortet in einem Satz: Was hast du getan, wann – und in welchem Umfang?
Statt „Beratung“ wirkt „Strategie‑Workshop (2 Termine à 3 Std.) – Vorbereitung, Moderation, Ergebnisdokumentation“ deutlich belastbarer. Das hilft nicht nur dem Kunden, sondern auch dir, falls später Fragen auftauchen.
Bei Projekten mit Zeitraum kannst du zusätzlich einen Leistungszeitraum angeben. Wenn das Leistungsdatum dem Rechnungsdatum entspricht, kannst du das kurz als Hinweis ergänzen.
Rechnungsnummer: Ein System, das immer funktioniert
Wichtig ist nicht das Format, sondern dass deine Rechnungsnummer fortlaufend, eindeutig und nachvollziehbar ist.
Ein einfaches Schema ist zum Beispiel „2026‑0001, 2026‑0002 …“. Wenn du mehrere Kunden oder Projekte parallel hast, kannst du auch einen Kundencode ergänzen – solange die Nummer trotzdem eindeutig bleibt.
Wenn du eine Rechnung korrigieren musst, arbeite sauber mit Storno/Korrektur und Verweis auf die Originalrechnung. Hintergrundinfos findest du unter Korrektur falscher Rechnungen.
Freelancer Rechnung Muster: Beispiel‑Positionen
Ein Muster hilft dir, sofort die richtige Detailtiefe zu treffen – ohne zu viel oder zu wenig zu schreiben.
- UX‑Audit Website (Zeitraum 01.–15.03.2026) – 6 Std. × 120,00 € = 720,00 € netto
- Konzept & Wireframes (Pauschale) – 1 × 950,00 € = 950,00 € netto
- Reisekosten Bahn (Beleg anbei) – 1 × 48,90 € = 48,90 € netto
Wenn du mit Stundensatz arbeitest, schreib die Stunden und den Satz klar aus. Bei Festpreis/Pauschale reicht meist eine eindeutige Projektbezeichnung plus kurzer Leistungsumfang.
Steuernummer & USt‑IdNr.: Welche Nummer gehört drauf?
Diese Frage kommt extrem häufig – weil viele Freelancer ihre Steuernummer nicht gern herausgeben. Grundsätzlich gilt: Auf der Rechnung muss eine steuerliche Identifikation stehen, damit die Rechnung umsatzsteuerlich sauber ist. Welche Nummer genau passt, hängt von deinem Status und deinen Kunden ab.
Wenn du als Freiberufler oder Freelancer abrechnest, reicht auf der Rechnung in der Regel entweder deine Steuernummer oder deine USt‑IdNr. aus. Die USt‑IdNr. wird vom Bundeszentralamt für Steuern (BZSt) vergeben.
Steuer‑ID, Steuernummer, USt‑IdNr.: kurz erklärt
Die Steuer‑ID ist privat, die Steuernummer gehört zur steuerlichen Erfassung – und die USt‑IdNr. ist oft die „professionellste“ Variante für Rechnungen.
Die Steuer‑ID (IdNr.) ist deine persönliche Identifikationsnummer. In der Praxis steht auf Rechnungen meist die Steuernummer oder die Umsatzsteuer‑Identifikationsnummer (USt‑IdNr.).
Wenn du international arbeitest (z. B. EU‑Kunden), ist eine USt‑IdNr. besonders sinnvoll. Sie wirkt außerdem häufig „neutraler“, weil du deine Steuernummer nicht offenlegen musst.
Welche Steuernummer muss auf die Rechnung für Freelancer?
Auf die Rechnung gehört entweder deine Steuernummer oder deine USt‑IdNr. – eine von beiden reicht in der Regel aus.
Wenn du eine USt‑IdNr. hast, kannst du häufig diese verwenden und die Steuernummer weglassen. Wenn du keine USt‑IdNr. hast, nutzt du deine Steuernummer.
Wichtig: Auch wenn du keine Umsatzsteuer ausweist (z. B. als Kleinunternehmer), bleibt die Identifikation auf der Rechnung trotzdem relevant – sonst fehlen Pflichtangaben und dein Kunde kann Rückfragen bekommen.
Mehrwertsteuer: mit MwSt., ohne MwSt. & Kleinunternehmer
Ob du Umsatzsteuer ausweisen musst, hängt davon ab, ob du regelbesteuert bist oder die Kleinunternehmerregelung nutzt. Für deine Kunden macht das einen großen Unterschied – deshalb sollte dieser Teil auf der Freelancer‑Rechnung glasklar sein.
Freelancer‑Rechnung mit Mehrwertsteuer: so weist du korrekt aus
Bei einer Rechnung mit Umsatzsteuer brauchst du Netto, Steuersatz, Steuerbetrag und den Bruttobetrag – sauber getrennt und nachvollziehbar.
In vielen Fällen gilt der Regelsteuersatz (19 %), je nach Leistung kann aber auch ein anderer Steuersatz oder eine Steuerbefreiung relevant sein. Entscheidend ist immer der konkrete Leistungsfall.
Wenn du unsicher bist, starte mit einer Standard‑Struktur (Netto → Steuer → Brutto) und kläre Sonderfälle im Zweifel kurz mit Steuerberatung oder Buchhaltungstool.
Freelancer‑Rechnung ohne MwSt.: Hinweistext für Kleinunternehmer
Wenn du keine Umsatzsteuer ausweist, solltest du das auf der Rechnung eindeutig erklären – sonst wirkt es wie ein Fehler.
Typische Formulierung ist ein Hinweis auf die Kleinunternehmerregelung nach § 19 UStG. Dadurch weiß dein Kunde sofort, warum kein Steuerbetrag ausgewiesen wird, und es entstehen weniger Rückfragen.
Mehr Details und Beispiele findest du auch unter Rechnung ohne Umsatzsteuer.
Netto oder brutto – was ist „richtig“?
Im B2B‑Alltag arbeiten viele Freelancer mit Netto‑Preisen; trotzdem solltest du Brutto immer klar ausweisen, sobald Umsatzsteuer im Spiel ist.
Wenn du Umsatzsteuer berechnest, ist „netto“ dein Entgelt, plus Steuer ergibt „brutto“. Als Kleinunternehmer rechnest du praktisch „brutto = netto“, weil keine Umsatzsteuer hinzukommt – aber genau deshalb ist der Hinweis so wichtig.
Stundensatz, Festpreis, netto oder brutto?
Freelancer rechnen oft nach Stunden ab, manche Projekte laufen als Festpreis. Beides ist möglich – entscheidend ist, dass deine Rechnung das Modell klar abbildet. Denn je klarer die Kalkulation, desto schneller wird die Rechnung freigegeben.
Stundensatz in der Freelancer‑Rechnung: so stellst du es dar
Beim Stundensatz brauchst du immer drei Dinge: Zeitraum, Stundenanzahl und deinen Satz pro Stunde – dann ist die Position selbsterklärend.
Ein Beispiel ist „Entwicklung Landingpage (KW 08/2026) – 12 Std. × 95,00 €“. Wenn du Zeiterfassung nutzt, kannst du sie als PDF‑Anhang beilegen oder die wichtigsten Blöcke in der Rechnung zusammenfassen.
Für Kunden ist wichtig, dass sie erkennen: Wofür wurden die Stunden aufgewendet? Kurze, klare Stichworte reichen oft völlig aus.
Festpreis/Pauschale: wann das besser ist
Ein Festpreis wirkt für viele Kunden einfacher, weil sie sofort wissen, was sie bezahlen – ohne Stundenlogik im Hintergrund.
Dann formulierst du die Position eher wie ein Paket: „Design & Umsetzung Website‑Startseite (inkl. 2 Korrekturschleifen) – Pauschale“. Das reduziert Diskussionen und ist bei klaren Projektumfängen oft entspannter.
E‑Rechnung für Freelancer: Pflicht, Formate & Fristen
„E‑Rechnung“ wird häufig mit „PDF per Mail“ verwechselt. Seit 2025 gilt jedoch: Eine echte E‑Rechnung ist ein strukturiertes Format, das elektronisch verarbeitet werden kann. Das betrifft vor allem Rechnungen zwischen Unternehmen in Deutschland (B2B) – mit Übergangsfristen.
Was ist eine E‑Rechnung – und ist ein PDF schon genug?
Eine E‑Rechnung ist seit 2025 nur noch dann eine E‑Rechnung, wenn sie strukturiert ist (z. B. XRechnung oder ZUGFeRD) – ein normales PDF zählt nicht mehr dazu.
Das bedeutet: Ein PDF ist weiterhin eine Rechnung, aber es ist dann eine „sonstige Rechnung“. Für viele Freelancer funktioniert das im Alltag noch, weil Übergangsregeln gelten und manche Kunden PDFs weiterhin akzeptieren.
Wenn du wissen willst, welche Formate anerkannt sind, sind XRechnung und ZUGFeRD (ab bestimmten Versionen/Profilen) die üblichen Standards in Deutschland.
Die wichtigsten Definitionen und Übergangsregeln stehen in den BMF‑FAQ zur E‑Rechnung: Seit 01.01.2025 gilt ein normales PDF nicht mehr als E‑Rechnung, weil die E‑Rechnung ein strukturiertes Format (z. B. XRechnung/ZUGFeRD) sein muss. Außerdem musst du seit 01.01.2025 E‑Rechnungen empfangen können – dafür reicht grundsätzlich schon ein E‑Mail‑Postfach.
Pflichten & Übergangsregeln: was du ab 2025 wirklich tun musst
Seit dem 01.01.2025 musst du als inländisches Unternehmen grundsätzlich E‑Rechnungen empfangen können – fürs Ausstellen gelten Übergangsfristen.
Für die Ausstellung gilt: Bis Ende 2026 dürfen Rechnungsaussteller statt einer E‑Rechnung auch eine „sonstige Rechnung“ nutzen; Papier geht immer, PDF nur mit Zustimmung des Empfängers. Bei einem Vorjahresumsatz bis 800.000 € verlängert sich die Frist für „sonstige Rechnungen“ bis Ende 2027.
Wenn du Rechnungen an Behörden stellst (B2G), gelten zusätzlich eigene Vorgaben. In solchen Fällen ist XRechnung sehr häufig Pflicht, weshalb du rechtzeitig klären solltest, welches Format dein Auftraggeber erwartet.
E‑Rechnung praktisch umsetzen: kleiner Start, großer Effekt
Du musst nicht alles auf einmal umstellen – aber ein funktionierendes Empfangs‑Postfach, klare Ablage und ein Export‑Format sind der beste erste Schritt.
Für den Empfang reicht oft schon ein E‑Mail‑Postfach, solange du eingehende E‑Rechnungen zuverlässig speichern und später lesbar machen kannst. Für die Sichtprüfung gibt es Viewer – unter anderem bietet die Finanzverwaltung einen E‑Rechnungsviewer an.
Wenn du häufig mit Unternehmen arbeitest, lohnt es sich, mittelfristig ein Tool zu nutzen, das XRechnung/ZUGFeRD exportieren kann. So vermeidest du, dass dir ein großer Kunde irgendwann „nur noch E‑Rechnung“ vorgibt.
Reisekosten & Fahrtkosten in Rechnung stellen
Reisekosten und Fahrtkosten sind ein Klassiker bei Freelancer‑Projekten – und gleichzeitig ein häufiger Streitpunkt, wenn sie nicht vorher sauber vereinbart wurden. Am besten ist: Du klärst vor Projektstart, welche Kosten erstattungsfähig sind (Bahn, Hotel, km‑Pauschale, Spesen) und wie du sie nachweist.
Kann ich als Freelancer Reisekosten in Rechnung stellen?
Ja, wenn es vertraglich vereinbart ist, kannst du Reisekosten als eigene Position abrechnen – transparent und idealerweise mit Beleg‑Hinweis.
In der Rechnung trennst du Reisekosten am besten von deiner Arbeitsleistung. Dadurch bleibt die Leistung sauber kalkulierbar und dein Kunde sieht sofort, was Arbeitszeit und was Auslagen sind.
Wenn du Belege beifügst, schreib kurz „Beleg anbei“ oder „Beleg liegt vor“. Das reduziert Rückfragen und beschleunigt die Freigabe.
Fahrtkosten: so formulierst du es korrekt
Fahrtkosten funktionieren wie Reisekosten: als separate Position, mit klarer Strecke/Anlass und einem nachvollziehbaren Betrag.
Ein Beispiel: „Fahrtkosten Kundentermin Berlin‑Mitte (Hin‑/Rückfahrt) – Pauschale“ oder „Bahnfahrt 2. Klasse – 48,90 €“. Wichtig ist vor allem, dass dein Kunde den Bezug zum Projekt erkennt.
Zahlungsziel, Versand & wenn nicht bezahlt wird
Viele Freelancer verschenken Liquidität, weil sie beim Zahlungsziel unklar bleiben oder Rechnungen „irgendwie“ versenden. Mit einem eindeutigen Zahlungsziel, vollständigen Bankdaten und einem strukturierten Versandprozess sparst du dir viel Nacharbeit – vor allem bei größeren Auftraggebern.
Zahlungsziel in der Freelancer‑Rechnung: klare Formulierung
Ein klares Zahlungsziel ist der einfachste Hebel für pünktliche Zahlungen – zum Beispiel „zahlbar innerhalb von 14 Tagen“.
Du kannst das Zahlungsziel als Satz im Rechnungstext formulieren und zusätzlich das konkrete Datum nennen („zahlbar bis …“). Das hilft besonders, wenn dein Kunde intern mit festen Zahlungsruns arbeitet.
Bankdaten (IBAN/BIC) sollten gut sichtbar stehen. Wenn du Zahlungsreferenzen nutzt (Rechnungsnummer), erwähne sie ebenfalls, damit Überweisungen sauber zugeordnet werden.
Versand: E‑Mail, Post oder Portal?
Für die meisten Freelancer ist E‑Mail der Standard – bei Konzernen wird die Rechnung aber oft über Portale oder definierte Postfächer abgewickelt.
Frag im Zweifel kurz nach: „Welche Rechnungsadresse / welches Rechnungs‑Postfach soll ich nutzen?“ Das klingt banal, verhindert aber, dass deine Rechnung irgendwo im Unternehmen „hängen bleibt“.
Wenn du postalisch versendest, achte auf die korrekte Empfängeranschrift (Abteilung, Kostenstelle). Bei E‑Mail ist ein kurzer, klarer Betreff Gold wert: „Rechnung 2026‑0007 – Projekt XYZ“.
Freelancer Rechnung nicht bezahlt: Zahlungserinnerung oder Mahnung?
Wenn nicht bezahlt wird, starte meist mit einer freundlichen Zahlungserinnerung – und steigere erst danach zur Mahnung.
Eine Zahlungserinnerung ist bewusst „weich“ formuliert und geht davon aus, dass es ein Versehen war. Wenn danach weiterhin nichts passiert, ist die Mahnung der nächste Schritt – oft mit klarer Frist.
Passende Muster und Generatoren findest du hier: Zahlungserinnerung schreiben und Mahnung schreiben.
Achtung bei Kontodaten: typische Fehler vermeiden
Prüfe vor dem Versand kurz deine IBAN und die Empfängerangaben – Tippfehler bei Kontodaten sind ein unnötiger Klassiker.
Gerade bei wiederkehrenden Kunden lohnt sich eine Standardvorlage, damit deine Bankdaten nicht jedes Mal neu getippt werden. Wenn du deine Kontodaten änderst, informiere Bestandskunden aktiv, damit keine Zahlungen ins Leere laufen.
FAQ
Kurze Antworten auf die wichtigsten Fragen zur Freelancer‑Rechnung – inklusive Steuernummer, Word‑Vorlage und E‑Rechnung.
Wie schreibe ich als Freelancer eine Rechnung?
Am einfachsten: Pflichtangaben eintragen, Leistungen klar beschreiben, Netto/Steuer/Brutto korrekt ausweisen und ein konkretes Zahlungsziel setzen – dann ist die Rechnung sofort „buchbar“.
Darf ein Freelancer eine Rechnung ausstellen? Ja – sobald du als Unternehmer Leistungen erbringst, darfst du Rechnungen schreiben (im B2B‑Alltag ist das Standard). Für den Start eignet sich der Generator oder eine Freelancer Rechnung Vorlage (Word/Excel).
Wie sollte eine Rechnung für einen Freelancer aussehen?
Eine gute Freelancer‑Rechnung ist übersichtlich: Kopf mit Absender/Empfänger, dann Positionen mit Zeitraum/Menge/Preis, am Ende Summen, Steuerhinweis und Bankdaten.
Ein schlichtes Layout funktioniert am besten. Entscheidend sind Rechnungsnummer, Leistungsdatum/-zeitraum und saubere Summen – Design ist zweitrangig.
Welche Steuernummer muss auf die Rechnung für Freiberufler/Freelancer?
Auf die Rechnung gehört entweder deine Steuernummer oder deine USt‑IdNr. – eine der beiden Angaben reicht in der Regel aus.
Viele nutzen die USt‑IdNr., weil sie gegenüber Kunden „neutraler“ wirkt. Mehr Grundlagen findest du auch unter Rechnung für Freiberufler.
Muss ich meiner Freelancer‑Rechnung Mehrwertsteuer hinzufügen?
Nur wenn du regelbesteuert bist; als Kleinunternehmer weist du keine Umsatzsteuer aus, musst das aber eindeutig auf der Rechnung vermerken.
Wenn du Umsatzsteuer ausweist, trenne Netto, Steuersatz, Steuerbetrag und Brutto. Ohne Umsatzsteuer braucht es einen kurzen Hinweis (Kleinunternehmerregelung nach § 19 UStG).
Ist eine E‑Rechnung für Freiberufler/Freelancer Pflicht?
Im inländischen B2B‑Bereich gilt seit 01.01.2025: Du musst E‑Rechnungen empfangen können – fürs Ausstellen gibt es Übergangsfristen.
Laut BMF reicht für den Empfang grundsätzlich schon ein E‑Mail‑Postfach; beim Ausstellen darfst du bis Ende 2026 noch „sonstige Rechnungen“ nutzen (Papier immer, PDF nur mit Zustimmung). Bei ≤ 800.000 € Vorjahresumsatz verlängert sich die Frist bis Ende 2027.
Gibt es in Word eine Vorlage für eine Rechnung?
Ja – du kannst unsere kostenlose Rechnungsvorlage direkt auf dieser Seite als Word‑ und Excel‑Datei downloaden.
Wenn du noch mehr Varianten brauchst, schau in unsere Word‑Vorlagen und Excel‑Vorlagen.





