Rechnung als Freiberufler schreiben: Generator & kostenlose Vorlage
Als Freiberufler willst du Rechnungen schnell schreiben – und trotzdem soll alles stimmen: Pflichtangaben, Umsatzsteuer und seit 2025 auch das Thema E‑Rechnung im B2B‑Alltag. Auf dieser Seite erstellst du deine Rechnung online und kannst zusätzlich eine kostenlose Vorlage für Word und Excel herunterladen.
Ob du als Designer, Berater oder Coach arbeitest: Eine saubere Rechnung sorgt dafür, dass dein Kunde schneller zahlt und du bei Rückfragen entspannt bleibst. Außerdem wirkt ein klarer Aufbau professionell – auch dann, wenn du gerade erst startest.
Wenn du dir bei einzelnen Feldern unsicher bist, findest du weiter unten die wichtigsten Regeln und typische Stolperfallen. Für die Grundlagen lohnt sich auch ein Blick auf Rechnung schreiben – und wenn du prüfen willst, ob alles passt, hilft dir Ist die Rechnung korrekt?.
Jetzt Rechnung als Freiberufler schreiben
Inhaltsverzeichnis
- Inhaltsverzeichnis
- Pflichtangaben, Steuernummer & Umsatzsteuer: So wird deine Freiberufler-Rechnung korrekt
- Kostenlose Rechnungsvorlage für Freiberufler als Word & Excel
- Musterrechnung für Freiberufler: So sieht eine Rechnung aus
- Was darf ein Freiberufler in Rechnung stellen?
- Rechnung als Freiberufler online erstellen: Schritt-für-Schritt
- Typische Fehler bei Freiberufler-Rechnungen – und wie du sie vermeidest
- Aufbewahrung & EÜR: Was du nach dem Rechnungsversand beachten solltest
- FAQ: Rechnung für Freiberufler
Pflichtangaben, Steuernummer & Umsatzsteuer: So wird deine Freiberufler-Rechnung korrekt
Eine Rechnung für Freiberufler ist im Kern eine „normale“ Rechnung – trotzdem gibt es drei Stellen, an denen Fehler besonders oft passieren: bei der Steuernummer, bei der Umsatzsteuer und bei der Leistungsbeschreibung. Genau diese Punkte entscheiden später darüber, ob dein Kunde ohne Diskussion zahlt und ob die Rechnung sauber dokumentiert ist.
Pflichtangaben auf der Rechnung für Freiberufler in Deutschland: Was muss draufstehen?

Damit deine Rechnung als Freiberufler anerkannt wird, müssen Absender, Empfänger, Leistung und Betrag eindeutig sein – und zwar so, dass man die Leistung leicht nachprüfen kann.
Die wichtigsten Pflichtangaben wirken auf den ersten Blick viel, sind aber schnell erledigt, wenn du einmal eine Struktur hast. Deshalb lohnt es sich, eine Vorlage zu nutzen oder die Rechnung direkt online zu erstellen.
- Vollständiger Name und Anschrift von dir und deinem Kunden
- Rechnungsdatum und fortlaufende Rechnungsnummer
- Leistungsdatum bzw. Leistungszeitraum (z. B. Monat oder Projektzeitraum)
- Klare Leistungsbeschreibung (z. B. „Beratung Projekt X, 6 Stunden im Zeitraum …“)
- Nettobetrag, Umsatzsteuer (falls zutreffend) und Gesamtbetrag
- Hinweis, wenn du ohne Umsatzsteuer abrechnest (z. B. Kleinunternehmerregelung)
- Zahlungsziel und Bankverbindung
- Steuernummer oder Umsatzsteuer-Identifikationsnummer (USt-IdNr.)
Wenn du häufig Rechnungen schreibst, lohnt sich eine feste Routine: Nach dem Erstellen kurz gegenchecken und dann direkt als PDF oder Datei ablegen. Für eine schnelle Plausibilitätsprüfung kannst du dich zusätzlich an Ist die Rechnung korrekt? orientieren. Eine kompakte, neutrale Übersicht zu den Pflichtangaben findest du auch bei der IHK Koblenz.
Rechnung schreiben als Freiberufler ohne Gewerbe: Darfst du das?
Ja – als Freiberufler darfst du Rechnungen schreiben, ohne ein Gewerbe anzumelden, solange du eine freiberufliche Tätigkeit ausübst und steuerlich erfasst bist.
In der Praxis heißt das: Du stellst deinem Kunden eine ganz normale Rechnung, nur eben ohne „Gewerbeschein“-Logik. Wichtig ist, dass du sauber mit deinen Daten auftrittst, deine Rechnungsnummern fortlaufend führst und deine steuerlichen Angaben korrekt machst.
Falls ein Kunde nach „Gewerbe“ fragt, hilft oft eine kurze Erklärung: Du bist freiberuflich tätig und rechnest deshalb als Selbstständiger ab. Für viele Auftraggeber ist das Alltag – gerade in Bereichen wie Beratung oder bei klassischen Dienstleistungen.
Steuernummer auf der Rechnung: Welche Nummer nutzt ein Freiberufler?
Auf deine Rechnung gehört entweder deine Steuernummer vom Finanzamt oder deine USt‑IdNr. – die private Steuer‑ID ist dafür in der Regel nicht vorgesehen.
Viele verwechseln diese Nummern, weil sie ähnlich klingen. Die Steuernummer bekommst du vom Finanzamt für deine selbstständige Tätigkeit, während die USt‑IdNr. vor allem im (EU‑)Geschäftsverkehr relevant ist – zum Beispiel bei besonderen Konstellationen wie der innergemeinschaftlichen Lieferung.
Wenn du noch ganz am Anfang stehst, klär am besten früh, welche Nummer du nutzen willst und was dein Finanzamt bereits vergeben hat. So vermeidest du, dass du später Rechnungen korrigieren musst – dabei hilft auch die richtige Korrektur falscher Rechnungen.
Rechnung ohne Umsatzsteuer als Freiberufler: Wann ist das richtig?
Ohne Umsatzsteuer rechnest du nur ab, wenn du umsatzsteuerlich befreit bist oder die Kleinunternehmerregelung nutzt – sonst gehört die Mehrwertsteuer auf die Rechnung.
Typisch ist das „ohne Umsatzsteuer“ bei Kleinunternehmern. Dann weist du keine Umsatzsteuer aus und ergänzt einen passenden Hinweistext. Ein häufiger, klarer Satz ist: „Gemäß § 19 UStG wird keine Umsatzsteuer berechnet.“
Wenn du dir beim Setup unsicher bist, hilft dir als Orientierung auch unsere Seite Rechnung ohne Umsatzsteuer. So stellst du sicher, dass der Hinweis und der Aufbau zusammenpassen.
Rechnung mit Umsatzsteuer: Wie berechnet ein Freiberufler die Mehrwertsteuer?
Sobald du umsatzsteuerpflichtig bist, brauchst du auf der Rechnung Nettobetrag, Steuersatz, Steuerbetrag und den Bruttogesamtbetrag – damit dein Kunde sauber buchen kann.
Für die meisten Leistungen gilt der Regelsteuersatz, allerdings gibt es je nach Tätigkeit Ausnahmen. Entscheidend ist: Die Umsatzsteuer muss nachvollziehbar ausgewiesen sein, und deine Summen müssen rechnerisch stimmen – sonst verzögert sich die Zahlung oft unnötig.
Wenn du regelmäßig mit Umsatzsteuer abrechnest, ist Rechnung mit Umsatzsteuer eine gute Ergänzung, weil du dort typische Felder und Beispiele im Detail siehst.
Elektronische Rechnung (E‑Rechnung) 2025: Pflicht für Freiberufler im B2B?
Ja – die elektronische Rechnung wird im inländischen B2B‑Geschäft schrittweise zum Standard, und seit 01.01.2025 musst du E‑Rechnungen empfangen können.
Viele suchen nach „elektronische Rechnung Freiberufler“ oder „freiberufler elektronische rechnung“ – gemeint ist damit eine Rechnung in einem strukturierten Datenformat, das automatisch verarbeitet werden kann. Ein PDF per E‑Mail zählt seit 2025 nicht als E‑Rechnung, sondern als „sonstige Rechnung“. Die offiziellen Details (Definition, Empfang, Übergangsregeln) findest du in den FAQ des Bundesfinanzministeriums.
- Seit 01.01.2025: Empfang von E‑Rechnungen sicherstellen (ein E‑Mail‑Postfach reicht).
- 01.01.2025–31.12.2026: Statt E‑Rechnung darfst du „sonstige Rechnungen“ nutzen; Papier immer, PDF nur mit Zustimmung des Empfängers.
- Bis 31.12.2027: Verlängerung, wenn dein Vorjahresumsatz ≤ 800.000 € liegt.
In der Praxis nutzen Unternehmen dafür häufig Formate wie XRechnung oder ZUGFeRD. Entscheidend ist, dass die Pflichtangaben nicht nur „irgendwo im Anhang“ stehen, sondern im strukturierten Teil vollständig enthalten sind.
Was muss auf einer elektronischen Rechnung stehen?
Inhaltlich gelten die gleichen Pflichtangaben wie bei einer normalen Rechnung – nur müssen sie in den strukturierten Daten enthalten sein.
Dazu gehören z. B. Rechnungsnummer, Rechnungsdatum, Leistung/Zeitraum, Netto‑/Steuer‑/Bruttobetrag sowie Steuernummer oder USt‑IdNr. Wenn du als Kleinunternehmer abrechnest, gehört auch der passende Hinweis in die Daten.
Wie stelle ich als Freiberufler einem Kunden eine E‑Rechnung aus?
Am einfachsten ist es, wenn du ein Tool nutzt, das E‑Rechnungen im passenden Format exportiert – und dir dein Kunde sagt, was er braucht (ZUGFeRD oder XRechnung).
Halte den Prozess schlank: Stammdaten sauber pflegen, Leistung eindeutig formulieren und den Datensatz vor dem Versand validieren. Bei öffentlichen Auftraggebern brauchst du oft zusätzliche Angaben wie eine Leitweg‑ID.
Wenn du zunächst klassisch starten willst, kannst du parallel den Online‑Rechnungseditor nutzen – und dich Schritt für Schritt auf E‑Rechnungen vorbereiten: Rechnung online schreiben.
Kostenlose Rechnungsvorlage für Freiberufler als Word & Excel
Wenn du lieber offline arbeitest oder deine Rechnung an dein eigenes Layout anpassen willst, ist eine Vorlage ideal. Du lädst sie einmal herunter, speicherst deine Stammdaten und nutzt sie dann für neue Kunden immer wieder – so sparst du Zeit und bleibst trotzdem flexibel.
Vorlage Rechnung Freiberufler Word: gut für Layout & lange Leistungsbeschreibungen
Die Word‑Vorlage ist ideal, wenn du viel Text brauchst – zum Beispiel bei Beratung, Konzepten oder Projektarbeit.
Du kannst Positionen frei formulieren, Zwischentexte ergänzen und das Layout an dein Branding anpassen. Danach speicherst du das Dokument als PDF und verschickst es wie gewohnt.
Vorlage Rechnung Freiberufler ohne Umsatzsteuer: Hinweistext für Kleinunternehmer
Wenn du ohne Umsatzsteuer abrechnest, muss der Grund klar auf der Rechnung stehen – sonst gibt es Rückfragen oder falsche Buchungen.
Nutze dafür einen kurzen Satz wie „Gemäß § 19 UStG wird keine Umsatzsteuer berechnet.“ Mehr Details findest du unter Rechnung ohne Umsatzsteuer.
Wenn du häufig Details anpassen willst (Textbausteine, Projektbeschreibungen, längere Positionen), ist Word oft die schnellste Wahl. Für wiederkehrende Leistungen mit Summen und Steuern spart dir Excel hingegen viel Rechenarbeit, weil sich Beträge automatisch aktualisieren.
Word- oder Excel-Vorlage: Welche Rechnungsvorlage passt zu dir?
Word eignet sich für maximale Textfreiheit, Excel für saubere Berechnungen – und viele Freiberufler nutzen beides je nach Kunde und Projekt.
Bei Word steht die Darstellung im Vordergrund: Du formulierst Leistungen ausführlich, passt Absätze an und kannst das Dokument schnell als PDF speichern. Das ist praktisch, wenn du pro Rechnung viel erklärst oder unterschiedliche Leistungsblöcke kombinierst.
Excel ist stark, wenn du regelmäßig ähnliche Positionen hast, Stundensätze abrechnest oder Reisekosten ergänzt. Gerade bei Umsatzsteuer und Rabatten ist es angenehm, wenn du nicht jedes Mal manuell nachrechnen musst.
Weitere passende Vorlagen findest du auch auf Rechnungsvorlagen Word und Rechnungsvorlagen Excel.
Musterrechnung für Freiberufler: So sieht eine Rechnung aus
Du willst nicht nur Regeln lesen, sondern eine Rechnung als Freiberufler Muster sehen? Dann hilft dir ein kurzes Beispiel. Du erkennst daran sofort, wie Positionen formuliert sind, wo Pflichtfelder stehen und wie der Steuer‑Hinweis sauber eingebaut wird.
Rechnung als Freiberufler Muster ohne Umsatzsteuer: Beispiel für Kleinunternehmer
Wenn du nach § 19 UStG abrechnest, weist du keine Umsatzsteuer aus – und ergänzt dafür einen klaren Hinweistext auf der Rechnung.
Wenn du konkret nach einer „Rechnung Freiberufler ohne Umsatzsteuer Muster“ suchst: So kann das aussehen (Daten bitte anpassen, Beträge sind Beispielwerte).
Rechnung Nr.: 2026-001
Rechnungsdatum: TT.MM.JJJJ
Leistungszeitraum: TT.MM.–TT.MM.JJJJ
Leistung: Beratung „Projekt Muster“, 6 Stunden à 120,00 €
Nettobetrag: 720,00 €
Umsatzsteuer: 0,00 €
Gesamtbetrag: 720,00 €
Hinweis: Gemäß § 19 UStG wird keine Umsatzsteuer berechnet.
Zahlungsziel: 14 Tage netto, bitte überweisen.
Muster Rechnung Freiberufler mit Umsatzsteuer: Beispiel mit Nettobetrag & MwSt.
Sobald du umsatzsteuerpflichtig bist, müssen Steuersatz und Steuerbetrag sauber ausgewiesen werden – damit dein Kunde korrekt buchen kann.
Im Kern reichen dafür klare Summen und eine nachvollziehbare Leistung. Ein typisches Beispiel (Beträge frei wählbar):
Nettobetrag: 1.000,00 €
Umsatzsteuer (19 %): 190,00 €
Gesamtbetrag: 1.190,00 €
Wenn du das Muster lieber direkt als echte Rechnung ausfüllst, nutze den Editor – dort sind Nummerierung und Summen automatisch sauber aufgebaut.
Jetzt Rechnung als Freiberufler schreiben
Was darf ein Freiberufler in Rechnung stellen?
Diese Frage kommt nicht nur am Anfang, sondern oft auch mitten im Projekt – etwa wenn zusätzliche Abstimmungen anfallen oder eine Reise dazu kommt. Grundsätzlich gilt: Du darfst alles abrechnen, was du mit deinem Kunden vereinbart hast und was du nachvollziehbar dokumentierst.
Honorar & Leistungsbeschreibung: So wird deine Rechnung prüfsicher
Je klarer du Leistung, Zeitraum und Einheit beschreibst, desto weniger Rückfragen entstehen – und desto schneller wird dein Honorar bezahlt.
Statt „Beratung“ lohnt sich meist ein konkreter Text: Projektname, Zeitraum, Stunden oder Paketumfang. Das wirkt professionell und hilft deinem Kunden, die Rechnung intern sauber zuzuordnen.
Wenn du mit Stundensatz arbeitest, schreib zusätzlich die Anzahl der Stunden und den Zeitraum dazu. So ist der Betrag logisch, und du musst später nicht „nacherklären“, wie die Summe zustande kommt.
Fahrtkosten in Rechnung stellen als Freiberufler: Wie listest du Kilometer & Tickets?
Fahrtkosten solltest du als eigene Position ausweisen – entweder als tatsächliche Kosten (Ticket) oder als vereinbarte Kilometerabrechnung, damit alles transparent bleibt.
Bei Bahn- oder Flugtickets ist es meist am einfachsten, die Kosten als Auslage zu berechnen und kurz zu benennen (z. B. „Bahnfahrt Kunde, Datum, Strecke“). Bei Fahrten mit dem Auto funktioniert eine Kilometerposition gut, weil sie für den Kunden schnell nachvollziehbar ist.
Wichtig ist, dass du die Abrechnung vorher im Angebot oder Vertrag ansprichst. So gibt es später keine Diskussion, ob Anfahrt „inklusive“ war oder nicht.
Reisekosten in Rechnung stellen als Freiberufler: Was gehört dazu?
Reisekosten können neben Fahrtkosten auch Übernachtung, Verpflegung oder Parken umfassen – entscheidend ist, was vereinbart ist und wie du es belegst.
Viele Freiberufler rechnen Reisekosten entweder „nach Beleg“ ab oder vereinbaren Pauschalen. Beides kann funktionieren, solange dein Kunde vorab weiß, was ihn erwartet, und du die Positionen sauber trennst.
Wenn du häufig unterwegs bist, lohnt sich eine kleine Routine: Belege sammeln, Positionen eindeutig benennen und Reisekosten nicht zwischen Leistungspositionen „verstecken“. Dadurch bleibt die Rechnung übersichtlich und wirkt deutlich professioneller.
Rechnung als Freiberufler online erstellen: Schritt-für-Schritt
Wenn du schnell starten willst, ist der Online‑Generator ideal: Du trägst deine Daten ein, ergänzt die Positionen und bekommst eine fertige Rechnung. Gleichzeitig kannst du dir eine Vorlage als Backup speichern, falls du später lieber offline arbeitest.
Rechnungseditor nutzen: So erstellst du deine Freiberufler-Rechnung in wenigen Minuten
Mit einer klaren Reihenfolge – Kundendaten, Leistung, Steuern, Zahlung – ist deine Rechnung meist in unter fünf Minuten fertig, ohne dass du etwas Wichtiges vergisst.
Starte mit deinen Stammdaten und speichere sie, damit du sie nicht jedes Mal neu eintippen musst. Danach trägst du die Kundendaten ein und formulierst die Leistung so, dass sie auch Monate später noch verständlich ist.
Anschließend prüfst du Umsatzsteuer oder Hinweistext, setzt ein Zahlungsziel und kontrollierst die Summe. Wenn alles passt, speicherst du die Rechnung ab – und schickst sie gesammelt als PDF oder im passenden Format an deinen Kunden.
Jetzt Rechnung als Freiberufler schreiben
Typische Fehler bei Freiberufler-Rechnungen – und wie du sie vermeidest
Viele Rechnungsprobleme sind keine „großen“ Fehler, sondern kleine Unklarheiten. Trotzdem führen sie oft zu Rückfragen, Verzögerungen oder Korrekturen – und damit zu spätem Zahlungseingang. Mit den folgenden Punkten bist du in der Praxis schnell auf der sicheren Seite.
Rechnungsnummern: Warum „fortlaufend“ wirklich wichtig ist
Eine fortlaufende Rechnungsnummer verhindert Verwechslungen und macht deine Ablage stabil – besonders dann, wenn du viele Projekte parallel hast.
Nutze ein klares System, das zu dir passt, und bleib dabei. Wichtig ist weniger die perfekte Logik, sondern dass keine Nummer doppelt vorkommt und du Rechnungen später schnell wiederfindest.
Rechnung ohne Umsatzsteuer: Der fehlende Hinweis ist der Klassiker
Wenn du keine Umsatzsteuer ausweist, braucht deine Rechnung einen passenden Hinweis – sonst fragt der Kunde nach oder bucht falsch.
Gerade bei neuen Kunden ist das ein häufiger Stolperstein. Ein kurzer, klarer Satz reicht meist aus, solange er zu deinem Status passt und du ihn konsequent verwendest.
Unklare Leistungsbeschreibung: So vermeidest du Diskussionen
Je allgemeiner der Text, desto höher das Risiko für Rückfragen – eine konkrete Beschreibung spart dir am Ende Zeit und Nerven.
Schreib lieber „Website-Optimierung Landingpage, 4 Stunden am …“ statt „Webdesign“. Das ist nicht nur für den Kunden hilfreich, sondern auch für deine eigene Dokumentation.
Wenn du doch einmal etwas berichtigen musst, orientiere dich an die richtige Korrektur falscher Rechnungen. So bleibt die Kette nachvollziehbar, und du hast eine saubere Ablage.
Aufbewahrung & EÜR: Was du nach dem Rechnungsversand beachten solltest
Nach dem Versenden ist die Rechnung nicht „weg“, sondern Teil deiner Unterlagen. Eine gute Ablage hilft dir bei der Einnahmen-Überschuss-Rechnung (EÜR), bei Rückfragen von Kunden und natürlich auch, wenn du später etwas nachweisen musst.
Einnahmen-Überschuss-Rechnung (EÜR) als Freiberufler: Warum saubere Rechnungen helfen
Eine saubere Rechnung erleichtert dir die EÜR, weil Betrag, Zeitraum und Kunde eindeutig sind – und du Einnahmen später schneller zuordnen kannst.
Gerade wenn du viele kleine Aufträge hast, ist Übersicht Gold wert. Wenn jede Rechnung gleich aufgebaut ist, musst du bei der Buchhaltung weniger nachdenken und findest Belege im Zweifel in Sekunden statt in Minuten.
E‑Rechnungen aufbewahren: Warum das Originalformat wichtig ist
Wenn du E‑Rechnungen erhältst, solltest du sie so speichern, dass das strukturierte Original erhalten bleibt – denn nur dann ist die Rechnung vollständig dokumentiert.
In der Praxis heißt das: Nicht nur einen „sichtbaren Ausdruck“ ablegen, sondern die Datei so archivieren, wie du sie bekommen hast. So bleibst du auch bei späteren Prüfungen oder Rückfragen sauber aufgestellt.
Hinweis: Die Inhalte ersetzen keine individuelle Steuerberatung. Bei Sonderfällen (z. B. grenzüberschreitende Leistungen, Reverse-Charge, Steuerbefreiungen) lohnt sich eine kurze Rücksprache mit Steuerberatung oder Finanzamt.
FAQ: Rechnung für Freiberufler
Hier findest du Antworten auf häufige Fragen rund um Rechnungen für Freiberufler – kompakt, praxisnah und ohne unnötige Umwege.
Welche Steuernummer muss auf die Rechnung für Freiberufler?
Nutze entweder deine Steuernummer vom Finanzamt oder deine USt‑IdNr.; die private Steuer‑ID gehört in der Regel nicht auf die Rechnung.
Wichtig ist vor allem, dass die Nummer zu deiner selbstständigen Tätigkeit passt und du sie konsistent verwendest. Wenn du international arbeitest, ist die USt‑IdNr. oft sinnvoll.
Muss ich als Freiberufler meiner Rechnung Mehrwertsteuer hinzufügen?
Nur wenn du umsatzsteuerpflichtig bist – als Kleinunternehmer oder bei Steuerbefreiung rechnest du ohne Umsatzsteuer und ergänzt einen passenden Hinweis.
Wenn du Umsatzsteuer ausweist, müssen Nettobetrag, Steuersatz, Steuerbetrag und Bruttosumme rechnerisch stimmen. Bei „ohne Umsatzsteuer“ ist der Hinweistext entscheidend.
Ist eine E‑Rechnung für Freiberufler Pflicht?
Im inländischen B2B‑Bereich ist die E‑Rechnung seit 2025 der Standard, allerdings gelten Übergangsfristen – und Kleinunternehmer sind von der Ausstellung ausgenommen.
Empfangen können musst du E‑Rechnungen trotzdem. Für viele Freiberufler heißt das zunächst: E‑Mail‑Postfach reicht, und du kümmerst dich Schritt für Schritt um den Versand im passenden Format, wenn Kunden es verlangen.
Was muss auf einer Rechnung für Freiberufler stehen?
Absender, Empfänger, Rechnungsnummer, Datum, Leistung, Betrag sowie Steuernummer/USt‑IdNr. – und je nach Fall Umsatzsteuer oder ein Hinweis, warum sie fehlt.
Wenn du diese Basis sauber abdeckst, bist du in der Praxis schon sehr stabil unterwegs. Danach geht es vor allem um Klarheit und eine nachvollziehbare Beschreibung deiner Leistung.
Was darf ein Freiberufler in Rechnung stellen?
Alles, was du mit dem Kunden vereinbart hast und nachvollziehbar dokumentierst – typischerweise Honorar, Zusatzleistungen sowie Fahrt- und Reisekosten.
Wichtig ist, dass du Nebenkosten transparent als eigene Positionen ausweist. Dann wirkt die Rechnung fair und professionell.
Wie sieht eine Rechnung von Freiberufler aus?
Eine typische Freiberufler‑Rechnung besteht aus Kopf (Absender/Empfänger), Rechnungsnummer & Datum, Leistungsbeschreibung, Summen und einem klaren Zahlungsziel.
Ein konkretes Beispiel findest du oben in der Musterrechnung für Freiberufler. Wenn du direkt starten willst, kannst du das Muster auch im Editor als echte Rechnung ausfüllen.





